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Warum Sie grüne Smoothies nicht trinken sollen!

Grüne Smoothie

 

Wie man Smoothies “richtig” genießt

Smoothies sind heutzutage sehr trendy geworden und viele trinken sie wie Wasser innerhalb einer Minute. Smoothies sind gesund – daran besteht kein Zweifel, doch das schnelle Trinken kann auch Probleme mit sich bringen und es geht ein Teil des Potentials des Energiedrinks verloren. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie das beste aus Ihrem Smoothie holen. 

Genuss und die Auswirkung auf die Gesundheit

Was beim Genuss von Smoothies wichtig ist, ist zum einen die Frische der Zutaten und zum anderen, die gesamte Gesundheitswirkung zu erhalten und die Verträglichkeit zu gewährleisten.

Der erste Schritt ist immer die Anschaffung des richtigen Blenders und guter, frischer Zutaten, wofür wir uns meist ausreichend Zeit nehmen. Der Konsum und auch der Genuss des Getränks stehen dabei oft im Hintergrund. Dies sollte aber nicht der Fall sein, da die Verdauung einen sehr wesentlichen Anteil an der Aufnahme der Nährstoffe hat.

Einen Smoothie im Stress binnen weniger Sekunden hinunterzuschlingen kann dazu führen, dass die Nährstoffe großteils durch den Körper wandern und nicht in die Blutbahn gelangen. Im schlimmsten Fall kann dies zu Bauchschmerzen oder Verdauungsproblemen führen.

Der Mund als Startpunkt der Verdauung

Das Zerkleinern der Nahrung geschieht mithilfe des Kauens und dieser Schritt wird beim Smoothie bereits vom Blender übernommen. Die Kaubewegungen regen allerdings den Speichelfluss an und dieser bereitet die Nahrung für den Transport durch die Speiseröhre vor. Das Enzym α-Amylase, spaletet bereits im Mund komplexe Kohlenhydrate in Einfachzucker.

Bei Früchten ist dieser Vorgang nicht so wichtig, da sie bereits aus Einfachzucker in Form von Traubenzucker bestehen. Bei unreifen, grünen, oder hellgelben Banenen wurden die Kohlenhydrate nicht gänzlich in Einfachzucker umgewandelt. Bei anderen kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln wie Reis, Kartoffeln, Brot, Hülsenfrüchte oder Getreide, ist der Speichelfluss unabdingbar. Denn damit kann der Körper sich auf die Verdauung optimal vorbereiten.

Ein chinesisches Sprichwort bringt das gut auf den Punkt: „Willst du Gesundheit, kaue 50 Mal, willst du Langlebigkeit, kaue 100 Mal und willst du Unsterblichkeit, dann kaue 150 Mal“.

Neben seiner positiven Wirkung auf die Verdauung ist der Speichel auch für die Reinigung der Zähne zuständig, denn er neutralisiert säurehaltige Nahrung.

Warum wir grüne Smoothies nicht „trinken“ sollten

Green Smoothies sind in aller Munde – sprichwörtlich. Viele sehen sie als vollwertige Mahlzeit an, konsumieren sie aber nur aus dem Glas. Das Problem, das sich daraus ergibt, ist, dass wir es gewohnt sind, Getränke schnell hinunterzuschütten. Smoothies sind im Nu konsumiert: 500 ml lassen sich binnen einer Minute trinken. Vergleicht man das mit der Dauer, die es benötigt, um Früchte und Blattgemüse in unverarbeiteter Form Bissen für Bissen zu sich zu nehmen, so geschieht das Trinken 15x so schnell. Dabei steigt aber der Blutzuckerspiegel zu schnell an und es gelangt zu viel Zucker in zu kurzer Zeit ins Blut, wodurch der Körper große Mengen an Insulin ausschüttet. Dies führt dann wiederum zu einem starken Abfall des Blutzuckerspiegels nach etwa 60 – 90 Minuten. Der Spiegel sinkt sogar unter das Anfangslevel und man verspürt folglich schnell wieder Lust etwas Süßes oder hat sogar Heißhungerattacken. Dies geschieht vor allem bei Säften, die auch bei langsamem Konsum dieselbe Folge hätten, denn beim Saft fehlen die festen Bestandteile, die die Aufnahme des Zuckers verlangsamen. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass unser Körper damit überfordert ist und schnell wieder Energie braucht und mehr verlangt. Er ist nicht darauf trainiert, mit den verarbeiteten Formen von Zucker umzugehen, sondern ist eine langsamere Zuckeraufnahme und natürlichen Zucker in Kombination mit anderen Nährstoffen gewöhnt Deswegen reagiert er „falsch“, was langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Beeren verbessern die Blutzuckerkurve

Eine Abhilfe könnten Smoothies mit Beeren sein, so eine aktuelle Studie. Der starke Abfall des Blutzuckerlevels tritt bei Heidelbeeren nicht ein. Verspüren Sie also nach dem Konsum von Smoothies ein starkes Hungergefühl, so ergänzen Sie Ihr Rezept mit Heidelbeeren.

Smoothie Bowls

Da viele eine Hauptmahlzeit oder das Frühstück durch einen grünen Smoothie ersetzen wollen, sollten wir trotzdem um die Wertigkeit einer Mahlzeit bemüht sein. Deswegen ist es hilfreich, den Großteil derSmoothie-Kreationen aus einer Schüssel mit dem Löffel zu konsumieren. Der grüne Smoothie wird dadurch als richtige Mahlzeit wahrgenommen, ist nicht nur ein Getränk, einzelne Fruchtstücke sprechen das Auge an und verleiten zum Kauen.

Satter und gesünder durch langsames Essen

Die Sättigung nimmt zu, je langsamer eine Mahlzeit verzehrt wird, umso öfter gekaut wird (chinesisches Sprichwort) und je dickflüssiger die Konsistenz der Nahrung ist. Es ergibt sich automatisch, dass man weniger isst. Für jene, die einen Gewichtsverlust anstreben, ist das ein attraktiver Bonus!

Auch der psychologische Effekt spielt eine nicht außer Acht zu lassene Rolle. Je nachdem, wie sättigend wir uns eine Mahlzeit vorstellen, so fühlen wir uns auch nach dem Essen – und das ganz unabhängig vom Inhalt!

So erscheint einem eine Mahlzeit aus der Schüssel wahrscheinlicher als sättigender als ein Getränk aus dem Glas.

Tipp: 1 EL Leinsamen oder Chia-Samen kann den Sättigungseffekt weiter steigern, den Cholesterinspiegel senken und die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen erhöhen! Überzeugen Sie sich selbst!

Fazit:

Trinken Sie Ihren grünen Smoothie nicht nur, sondern essen Sie ihn, so oft, wie möglich mit einem Löffel aus der Schüssel, vor allem wenn Sie größere Mengen zu sich nehmen und eine Hauptmahlzeit, wie das Frühstück damit ersetzen möchten. Geben Sie dazu beim Blenden einfach weniger Flüssigkeit hinzu, damit die Konsistenz dicker wird. Lassen Sie sich Zeit und kauen Sie gröbere Bestandteile gründlich und aufmerksam. Dadurch hält die Sättigung länger an und der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam und nicht rasch an. Als positive Nebenwirkung bleiben dann die Heißhungerattacken aus.

Steht Ihnen allerdings doch der Sinn nach einem grünen Smoothie aus dem Glas, so genießen Sie ihn ganz in Ruhe, langsam und Schluck für Schluck.

Veröffentlicht: 15. April 2016
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